Carpe Noctem

Carpe Noctem Podcast 183 Erziehung von Jungen I

Wie erzieht man Jungen richtig? Hollarius und ThoroughT sind ja Jungs, meinen also, dazu was sagen zu können.

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Kommentare  

  1. Kirsten sagt am Jul 7, 2017 @ 11:34 AM: Ihr Schweine, Ihr habt mich zum Heulen gebracht!

    Ok, das ist natürlich als Lob gemeint. Denn ich gehöre genau zu diesen Mädchen (ja, und sie hört Euren Podcast), die ihre Gefühle nicht äußern können. Langes beschissenes Training hat mich glauben lassen, dass das so sein muss (haha). Lange Psychotherapie versucht mir gerade zu eröffnen, dass es eben nicht sein muss und schon gar nicht verboten ist.

    Und ich habe einen Sohn, bei dem ich dasselbe schlimme Verhalten leider auch schon beobachten kann (obwohl er erst 7 ist). Ich reagiere dann auch extrem allergisch auf so Sätze wie "Indianer kennt keinen Schmerz", da seine Großmütter aber auch Erzieherinnen den immer mal raushauen. Und ja, leider sind es die Frauen.

    Kleiner Tipp übrigens, falls Ihr dann mal Eltern seid: Auch die Geldverdienende Mutter muss dann unbedingt auch mit ihrem Kind was unternehmen, aber sie muss dann nicht auch noch das Organisieren übernehmen müssen. Ich sehe das in meinem Bekanntenkreis und ich bemerke es gerade bei mir (obwohl ich nicht Hauptverdienerin aber doch Mitverdienerin bin): Die Arbeit steigt exponentiell, wenn man sich nicht wirklich gut abspricht und einigt.

    Und hier nochmal für alle: Bleibt so wie ihr seid, aber ändert euch da, wo es nötig ist (und das ist einfach mit Kind(ern) so nötig...).

    Liebe Grüße, Kirsten.

    PS: Man kann auch kostenlose TS3-Server bekommen, aber ich weiß nicht, ob da ggf. Einschränkungen bestehen, die das Aufnehmen erschweren. Zum Reden sind sie jedenfalls völlig ausreichend.
  2. David sagt am Jul 8, 2017 @ 06:08 AM: Gegenkommentar vom "wirklich schwul gewordenen" Jungen, der immer in der Puppenecke spielte, in der Tanzschule weitaus glücklicher war als im Fußballverein (in den ich eintrat, weil es meinem Papa so viel bedeutet hatte, und der dann nach eienr Saison ein Nachsehen hatte weil ich so grottig war und die anderen Jungs immer gemeckert habe wenn ich bei einem Spiel die letzten 5 Minuten aus Goodwill eingewechselt wurde).

    Ich glaube wirklich die wichtigste Message ist: Verbietet euren Kindern ihre Gefühle nicht. Auch ich habe massiv unter diesem "Jungs weinen nicht! Du stellst dich ja nur an!" gelitten, musste das in nem Therapiesetting besprechen und muss mich bis heute immer wieder damit auseinandersetzen, dass es okay und bisweilen sehr wichtig ist, auch mal zu weinen. Jemandem das abzusprechen ist für mich in the long run eine Art von Folter.

    Wenn ihr jedoch eine zweite Folge aufnehmt fände ich es wichtig, den Blick definitiv zu weiten, denn bisweilen kam mir die Vorstellung schon ein wenig träumerisch vor, dass Kinder hauptsächlich und überwiegend von ihren Eltern erzogen werden. Es ist gut, als Elternteil zu intervienieren und reflektiert zu handeln, aber ein nicht zu vernachlässigender Teil der Persönlichkeitsbildung findet eben auch in Nachbarschaft, Vereinen und Institutionen statt. Wie und wo man dort aufpassen/intervenieren kann scheint mir ein ebenso wichtiges Thema zu sein. Man muss sich ja nicht damit abfinden, dass die Grundschullehrerin die Männlichkeit eines 7jährigen infragestellt, sondern kann auch dazu auffordern diese Frau damit zu konfrontieren und zu fragen, ob sie noch alle Latten am Zaun hat. Bei mir war das Beispiel der Sportlehrer in der Mittelstufe, der meine Mutter zum Elternsprechtag einlud, weil ich zum Sportunterricht aus Versehen den Falschen Turnbeutel einpackte und die Klamotten trug, die ich sonst beim Jazzdance trug: So Lycra-Kram. Die Argumentation meines Sportlehrers: "Wenn sie zulassen, dass ihr Sohn so Klamotten trägt, brauchen Sie sich nicht wundern wenn der irgendwann mal schwul (ich denke er meinte vielmehr pervers) wird." Wie gerne hätte ich an diesem Tag rückblickend Mäuschen gespielt.

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